Pfingstcamp I 2018

8. Tag

Ich sitzt hinter der Bühne und zittere ein wenig. Es ist nicht kalt. Ich bin nur sehr aufgeregt. Vorhin ging es mir gar nicht gut. Mir war schlecht und ich musste mich fast übergeben. Doch jetzt geht es mir wieder deutlich besser. Also wärme ich mich noch schnell auf, so dass am Tuch nachher nichts schief geht. Wir sind die erste Nummer.

Jetzt ertönt die Musik. Sven steht neben mir, schenkt mir noch ein Lächeln, geht auf die Bühne und begrüßt die Zuschauer. Das kann er richtig gut. Gleich muss ich auch auf die Bühne. Vielleicht wäre es besser wenn ich im Bett geblieben wäre. Ich klatsch noch einmal mit meiner Mitarbeiterin ab und betrete die Bühne. Als erstes werde ich von vielen bunten Lichtern geblendet. Doch dass macht nichts. Irgendwo im Publikum sitzt Mama und Papa. Doch darüber kann ich nicht nachdenken, denn schon bin ich mit meinem ersten Kunststück dran. Im Training hat es bisher immer funktioniert. Ob es das auch jetzt tut?

Ich klettere am Tuch hoch, wickle mich ein und lasse los. Alles geht so schnell, dass ich es gar nicht sehen kann. Doch jetzt hänge ich am Tuch. Es scheint funktioniert zu haben. Ich höre wie die Zuschauer jubeln. Schnell klettere ich wieder vom Tuch herunter und verbeuge mich mit den anderen aus meiner Gruppe. Doch als ich hinter der Bühne bin kann ich es kaum fassen. Gleich werde ich meine Eltern wieder sehen.

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